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Erde: Lernen mit allen Sinnen |
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...das ist selbstverständlich an der Montessori-Schule! In diesem Schuljahr gingen wir, unterstützt durch Susanne und Barbara vom Kreisjugendring, wiederholt der Frage nach, wie unsere Sinne beschaffen sind und wie sie funktionieren. So widmeten wir einen ganzen Vormittag dem Auge, lernten seine Funktionsweise kennen und machten allerhand optische Experimente. An einem anderen Tag ging es um unser Gehör und die Akustik. Bei Besuchen im Turm der Sinne und auf dem Erfahrungsfeld der Sinne gewannen wir weitere Eindrücke zum Thema. Einige Kinder berichten:
Von Julius: Im Klassenzimmer waren viele Versuche aufgebaut. Wir durften sie mit einem Partner zusammen ausprobieren. Mein Lieblingsversuch war das Trichtertelefon. Das war ein Gartenschlauch, an dessen beiden Enden ein Trichter befestigt war. Wenn man in den einen Trichter hineinsprach, dann hörte man die Wörter im Trichter am anderen Ende ganz deutlich.
Von Rahel: Nun bekamen wir Augenklappen. Wir stellten uns alle in einer Reihe auf und sollten uns an einem langen Seil festhalten. Die ganze Klasse ist nun blind durchs Schulhaus gelaufen, dabei sollten wir auf Geräusche achten und sie uns merken. Später haben wir uns im Klassenzimmer getroffen. Wir sahen, dass auf den Tischen viele Experimente aufgebaut waren. Ich fand den Versuch mit dem Kleiderhaken am besten: An einem Metallkleiderhaken war eine Schnur befestigt. Die Schnur war in der Mitte vom Haken. An den beiden Enden war eine Schlaufe. Man musste beide Zeigefinger in die Schlaufen stecken und dann ins Ohr. Nun sollte man mit dem Kleiderhaken an etwas stoßen. Es gab dann ein ziemlich starkes vibrierendes Geräusch.
Von Oliver: Am besten hat mir das Experiment über die Flimmerhärchen gefallen: Zuerst pumpte man ein Gerät mit Luft auf. Dann drückte man einen Schalter und die Luft wurde mit Druck auf Kressepflanzen gestoßen. Die Kresse sollte die Flimmerhärchen im Ohr darstellen. Durch den Luftdruck knickte die Kresse um. Genauso geht es den Flimmerhärchen, wenn es neben dem Ohr plötzlich ein lautes Geräusch gibt.
Von Sophie: Der Versuch hieß „Töne im Kopf“ und ging so: man hat eine Stimmgabel gegen die Tischkante geschlagen und sie sich dann vors Ohr gehalten. Dann hat man es wiederholt, allerdings hat man diesmal das andere Ende der Stimmgabel an den Kopf gehalten. Nun hörte man den Ton im Kopf. Ein anderer Versuch ging ganz leicht: der eine Partner ging vor die Tür und hat da in normaler Lautstärke geredet. Der andere Partner hat ein Glas an die geschlossenen Tür gehalten und dadurch konnte er deutlich hören, was draußen gesprochen wurde. Ohne das Glas war die Stimme viel leiser. |
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Wir, zwei Schülerinnen aus der Klasse Feuer, haben zusammen ein Referat über Shetlandponys gehalten. Als Überraschung haben wir einen Ausflug zu Selinas Pony nach Rathsberg gemacht. Wir sind mit dem Bus zum Waldkrankenhaus gefahren und von dort durch den Wald zum Reiterhof gelaufen. Selinas Mutter hat uns dort schon erwartet. Sie zeigte uns wie man ein Pferd von der Koppel holt. Darauf gingen wie alle in die Reithalle. Dann haben wir, die Referatsleute, die Putzsachen vorgestellt. Alle durften helfen, die zwei Ponys Polly und Billie zu putzen und fertig zu machen. Jetzt ritt Selina auf Polly im Trab und Galopp die verschiedenen Bahnfiguren vor, z.B. durch die ganze Bahn wechseln, auf dem Zirkel geritten... Daraufhin duften alle Kinder auf Polly (dem kleinen Pony) oder auf Billie (dem großen Pony) reiten. Wenige sind im Trab geritten, aber alle im Schritt. Auch unsere Lehrerinnen Sandra und Rosi machten mit. Alle hatten viel Spaß. Die ganze Klasse hat danach Billie wieder auf die Koppel gebracht und sich dabei auch noch die Fohlen angeguckt. Alle haben geholfen, Polly an die Kutsche zu spannen. Jetzt ging es in Windeseile über den Höhenweg nach Spardorf, wo wir den Bus erwischen mussten. Abwechselnd durften alle Kutsche fahren, die anderen liefen hinterher. Es war ein anstrengender aber wunderschöner Ausflug. |
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Mond: In der Mondgruppe ist immer was los |
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Einen tollen Start in dieses Schuljahr hatten wir durch unsere Übernachtungsfahrt nach Weißenohe. Dort haben wir uns selbst versorgen müssen, sind zur Lillachquelle gewandert und haben viel Spaß miteinander gehabt. Als unsere Lehrerin Anja geheiratet hat, haben wir emsig wie die Bienen eine Überraschung für sie vorbereitet und sind dann alle gemeinsam zum Standesamt nach Nürnberg gefahren. Das war eine tolle Abwechslung und wir waren alle sehr aufgeregt. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Schuljahr war der Schullandheimaufenthalt in Königsberg. Dazu ein paar Stimmen von uns Kindern:
Meine Zeit im Schullandheim Königsberg
Am Montag sind wir um 10:27 im Schullandheim mit den Reisebussen angekommen. Dann sind wir gleich auf den Spielplatz gegangen. Ich hatte ein wenig Heimweh und wollte gerne heim, aber am Dienstag ging es mir dann besser. Am Abend haben wir eine Fledermauswanderung gemacht. Wir haben sogar drei Fledermäuse gesehen und mit einem Gerät Töne gehört, die die Fledermäuse machen. Am Mittwoch war es nicht so schön, aber wir sind trotzdem auf einem Biobauernhof gewesen. Dort gab es Schweine, Kühe, Ochsen, Meerschweinchen und Katzen. Es war dort sehr schön. Am Donnerstag haben wir Lamas geführt. Zusammen mit Janik habe ich das Lama Snoopy geführt. Ich habe es 4 Mal geküsst. Es hatte Spucke am Maul, aber das war nicht schlimm. Das mit den Lamas war ganz toll. Am Freitag sind wir dann wieder zurück zur Schule gefahren. Von Marc-André (4. Klasse)
Unsere Lamatour
Wir liefen durch die schöne Altstadt von Königsberg und gingen durch kleine Gassen bis zu einer Bushaltestelle. Ab da fuhren wir mit dem Bus in einen schönen Ort namens Ostheim. Dort liefen wir dann zu einem Stall, wo Lamas drin waren. Mein Freund Jan und Ich hatten ein Lama, das Paros hieß. Es war ganz lustig das Lama zu führen, aber es hatte sehr viel Hunger und aß bei jeder Gelegenheit. Es drehte seinen Kopf herunter und aß Gras. Wir liefen sehr lange mit den Lamas. Dann gingen wir zum Stall und gaben die Lamas ab. Aber der Bus kam erst in einer Stunde. Deshalb gingen wir in den Stall und ich sah ein großes Kamel und zwei kleine Kamele. Danach war uns sehr kalt und wir gingen auf den Heuboden und bauten aus Heu eine Hüpfburg. Das war sehr cool und bald vergaßen wir die Kälte und wir froren nicht mehr. Wir liefen zur Bushaltestelle und als wir ankamen, war der Bus da und wir fuhren zur Jugendherberge Königsberg zurück und freuten uns auf die Wärme. Von Salomo (2. Klasse)
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Sonne: Theaterbesuch "Peer und Gynt" |
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Am 8. Dezember 2009 ist die gesamte Grundschule mit dem Zug nach Fürth ins Stadttheater gefahren und hat sich dort das Theaterstück „Peer und Gynt“ angeschaut. Die Vorlage dafür heißt „Peer Gynt“ und stammt von Henrik Ibsen. Paul Maar (bekannt vom SAMS) hat das Stück überarbeitet und verlustigt.
Zunächst bekamen wir unsere Plätze angewiesen. Nun begann die Vorstellung. Es handelte sich um einen Jungen, der Peer hieß. Er traf einen Troll und erzählte es seiner Mutter, aber sie glaubte ihm nicht. So wollte er wieder die Trolle suchen, um es seiner Mutter zu beweisen, dass es Trolle gibt. Er stieg hinab in die „Unterwelt“. Peer wurde auf seiner Reise von den Trollen entdeckt und sollte bestraft und gefoltert werden. Seine erste Strafe war ein Stück Schokolade zu essen, und die zweite Strafe war einen Teddybären zu streicheln. Das war zwar nicht schlimm für Peer, aber für die Trolle. Die dritte Strafe war die, die noch kein Troll überstanden hatte. Man musste mit einem Berggeist in einem Käfig sein. Aber der Berggeist brach aus. Nun konnte Peer mit der Prinzessin der Trolle, Gynt, fliehen. Er nahm sie mit hoch in die Menschenwelt und sie gingen zu Peer nach Hause. Gynt verwandelte sich aus Liebe zu Peer in einen Menschen. So lebten sie glücklich bis zum Lebensende. Wir fanden alle das Stück gut. Es war schön zu sehen, dass sich Menschen und Trolle verstehen können, obwohl sie so verschieden sind.
Zurück in unserer Gruppe haben wir in den nächsten Tagen Bilder zu dem Stück gemalt und zur gleichnamigen Musik von Edvard Grieg getanzt.
Von Paul und Jonathan |
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Luft: Projekttag "Wasser" |
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Von Juliane: Schon ist das Schuljahr fast vorbei und wir haben in der Luftgruppe viel erlebt. So haben wir im Frühjahr ein großes Frühjahrsfest gefeiert und waren im Mai im Schullandheim in Prackenfels. Mit dem Wetter hat es in diesem Jahr nicht so geklappt, wir hatten fast durchgehend Regenwetter. Da haben die beiden Projekttage „Wasser“ gut gepasst. An beiden Tagen haben wir mit Wasser experimentiert. Am ersten der beiden Tage haben wir uns hauptsächlich mit den Aggregatzuständen beschäftigt. Am zweiten Montag haben wir gelernt, wie Wasser mit anderen Stoffen reagiert. Wir haben z.B. Pudding gekocht, Lollies aus Kirschsaft hergestellt, eine Kläranlage gebaut und einen „Unterwasservulkan“ steigen lassen. Wir hatten alle viel Spaß. |
...für unsere Viertklässler – Ein neuer Lebensabschnitt steht bevor
Seit Jahren wird mit einem Tag in der Natur kurz vor Schuljahresende die pädagogische Arbeit in der Grundschule abgerundet. Wie auch sonst in vielfältiger Weise an Montessori-Schulen üblich, geht es an diesem Tag um Bewusstmachung, Reflexion und damit um das innere Wachstum. Mit dem Ende der Grundschulzeit steht unseren Kindern ein neuer Lebensabschnitt bevor, unabhängig davon ob sie die Montessori-Schule verlassen oder weiterhin besuchen. Es gilt, sich von Vertrautem zu verabschieden, von der Klassengemeinschaft, den Lehrerinnen und dem gewohnten Umfeld. Leicht verliert der Mensch in solchen Übergangssituationen seinen festen Standort, nämlich dann, wenn er ohne Innehalten mit der neuen Lebenssituation konfrontiert wird. Dieses Innehalten soll unser Naturtag unterstützen. In der Natur und mit Hilfe der Natur machen sich die Kinder ihre Übergangssituation bewusst, bestimmen ihren jetzigen Standort und besinnen sich auf ihre Stärken. Mit kleinen Beobachtungsaufgaben geht jedes Kind für sich in einem festgelegten Zeitraum in die freie Natur und erzählt anschließend von seinen Erlebnissen der Gruppe. Natur wird erfahren als Ort der Ruhe und als Kraftquelle. Jedes Kind kommt in einen Dialog mit der Natur und nimmt sich im Spiegel der Natur auf neue Weise wahr. Dieses Konzept hat seine Wurzeln in der Arbeit von Steven Forster und Meridith Little, die sich in Kalifornien vor ca. 30 Jahren auf die Suche nach angemessenen Übergangsritualen für den heutigen Menschen gemacht haben. Dabei stießen sie auf Elemente, die in nahezu allen früheren Kulturen zu finden sind und die sie in einem eigenen Konzept vereint haben. In Anlehnung daran haben einige Montessori-Schulen Übergangsrituale entwickelt.
Unsere Kinder erleben diesen Tag stets als interessant und bereichernd. Die Verbindung mit der Natur entspricht zutiefst den Gedanken von Maria Montessori: Der Mensch ist Teil eines kosmischen Ganzen. So wäre es denkbar und wünschenswert, Naturrituale, dem Alter der Jugendlichen angepasst, auch anderen Übergangsstellen, z.B. nach dem 7. Schuljahr und vor allem zum Schulabschluss an unserer Schule zu etablieren.
Franziska Vogler |
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